Kathrin Barbara Schneider
Kathrin Schneider begann 1995 ihre Ballettausbildung an der Dance Academy Silva in Thun. 1997 wurde sie in die Klasse zur Förderung begabter Ballettschülerinnen und -schüler in Bern aufgenommen und erhielt dort zusätzlichen Unterricht in klassischem Ballett bei G. Chaussat sowie in Modern Dance bei A. Parek.
2001 begann sie ihre professionelle Tanzausbildung an der Akademie des Tanzes der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim unter der Leitung von Prof. Birgit Keil. Der Schwerpunkt ihrer Ausbildung lag im klassischen Ballett, Pas de deux und Variationen. Ergänzend wurde sie in Modern Dance, Jazz Dance, Spanischem Tanz und Charaktertanz ausgebildet.
Bereits während ihrer Ausbildung erhielt sie die Möglichkeit, am Badischen Staatstheater Karlsruhe in Giselle und Don Quichotte von Sir Peter Wright mitzuwirken. Von 2003 bis 2004 wurde sie mit einem Migros-Stipendium zur Förderung von Jungtalenten ausgezeichnet.
Nach Abschluss ihrer vierjährigen Ausbildung mit Diplom begann 2005 ihre professionelle Bühnenlaufbahn am Mainfranken Theater Würzburg, wo sie als Elevin unter der Leitung von Anna Vita engagiert war. Ein besonderer Höhepunkt dieser Spielzeit war die Rolle «das Paar» in Birgit Scherzers Requiem.
2006 wechselte sie ans Theater Nordhausen und war dort als Gruppentänzerin mit Soloverpflichtungen unter der Leitung von Jutta Ebnother engagiert. Sie tanzte unter anderem in Choreografien von Mark McClain, Tindaro Silvano und Jutta Ebnother. Zu ihren prägenden Rollen gehörte Julia in Steffen Fuchs’ Romeo und Julia. Gastspiele führten sie unter anderem nach Rudolstadt, Greifswald, Koblenz sowie zum Spring Festival in Budapest.
Ende 2008 beendete Kathrin Schneider ihre professionelle Bühnenlaufbahn und kehrte in die Schweiz zurück. Sie trainierte erneut an der Dance Academy Silva und übernahm erste Stellvertretungen im Ballettunterricht.
2009 begann sie eine Zweitausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin bei einem Allgemeinpraktiker in Gstaad, die sie 2012 abschloss.
Im August 2012 übernahm sie die Plié Ballettschule Thun. Damit erfüllte sich für sie der Wunsch, ihre Erfahrung und ihre Leidenschaft für den Tanz an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterzugeben und sie auf ihrem ganz persönlichen tänzerischen Weg zu begleiten.
Von Juni 2016 bis Juni 2023 war Kathrin Schneider Mitglied der Jury des «Thuner Kulturförderpreises».
Seit 2024 ist sie zudem für die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern rund um den Weg in eine professionelle Tanzausbildung, Aufnahmeverfahren und tänzerische Laufbahnen in Thun und Umgebung zuständig.
Kathrin Schneider ist Mitglied von Danse Suisse, dem Berufsverband der Schweizer Tanzschaffenden, und als Senior Tanzpädagogin im Berufsregister eingetragen.
Die kontinuierliche Weiterbildung ist für sie ein wesentlicher Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit. Seit 2015 besucht sie regelmässig Weiterbildungen bei Ursula Borrmann, ehemalige Dozentin für klassischen Tanz und Ballettpädagogik an der Ballettakademie Köln, sowie seit 2024 bei deren Nachfolgerin Marianne Künzl und bei Danse Suisse und J&S.
Kathrin Schneider ist ausserdem zertifizierte PBT® (Progressing Ballet Technique) Lehrerin Level 2.
Was mir im Unterricht wichtig ist
Tanz ist für mich weit mehr als das Erlernen von Schritten und Bewegungsabläufen. Er eröffnet eine eigene, wunderbare Welt. Einen Raum, in dem man sich entwickeln, ausdrücken und über sich hinauswachsen darf.
Eine klare und sorgfältige technische Arbeit ist für mich dabei die Grundlage. Ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern ein fundiertes Verständnis für ihren Körper und eine saubere Balletttechnik vermitteln, auf der sie sich sicher und mit Freude weiterentwickeln können.
Genauso wichtig ist mir aber das, was über die Technik hinausgeht. Tanz kann Selbstvertrauen schenken, Disziplin und Ausdauer fördern und uns lehren, an etwas dranzubleiben. Gleichzeitig gibt er uns die Freiheit, Gefühle auszudrücken und Dinge zu erzählen, für die Worte manchmal nicht ausreichen.
Ich wünsche mir, dass meine Schülerinnen und Schüler den Ballettsaal als einen Ort erleben, an dem sie gefordert werden und wachsen dürfen aber auch als einen Ort, an dem sie ganz bei sich sein können.
Denn am Ende soll Tanz nicht nur schön aussehen. Er soll etwas auslösen, etwas erzählen und berühren.
